Mein persönlicher Arthrose-Weg

Das Röntgenbild meines rechten Knies
Das Röntgenbild meines rechten Knies

Es hat einige Zeit gedauert, bis bei mir im Jahr 2012 die Diagnose Arthrose, Stadium 3-4 im rechten Knie, gestellt wurde.

In diesem Beitrag geht es darum, meinen eigenen Weg darzustellen und deutlich zu machen, was mir letztendlich geholfen hat und warum ich diesem Blog schreibe.

 

 

Vorgeschichte

Im Nachhinein ist mir klar geworden, dass ich die Beschwerden im rechten Knie schon lange hatte.  Ich hatte sie nur immer anders eingeordnet. Da ich beruflich viel Auto fahren und sitzen muss, bildete ich mir ein, die Schmerzen im Knie seien eben auf diese Umstände zurück zu führen und Ausdruck der einseitigen bzw. zu geringen Belastung. Ich bildete mir ein, mit Laufen, Spaziergängen und Schwimmen sei schon genügend Abhilfe zu schaffen.

Im Jahr 2010 unternahmen wir erstmals eine mehrtägige Wanderung mit Rucksack. Pilgern auf den Pilgerweg Loccum – Volkenroda – 14 Tage wandern mit durchschnittlich 20 km pro Tag. Beim Gehen merkte ich meine Knie kaum, aber wehe, wir ruhten uns aus… Am Ende der Tage, wenn wir uns am Zielort zum Essen hinsetzten, konnte ich kaum wieder aufstehen. Am nächsten Morgen ging dann aber alles ohne Schmerzen wieder weiter. An einer Station auf unserer Pilgerung wurden in einer Kirche kleine Mediations-Hocker angeboten. Die kannte ich von zuhause und hatte dort nie Probleme damit. Jetzt aber konnte ich vor Schmerzen nicht darauf sitzen. Die Knie ließen sich nicht ohne Schmerzen beugen…

Aber auch das führte ich auf Untrainiertheit und eben die besondere Belastung der Wanderung zurück. Kein Gedanke an Arthrose. Zumal die Beschwerden auch nach der Wanderung wieder zurück gingen. Im nächsten Jahr stand wieder eine Wanderung im Urlaub auf dem Programm, und wieder ergab sie das gleiche Beschwerdebild. Nur diesmal verschwand das Ganze nach der Wanderung nur zum Teil. Mir wurde langsam klar, dass da irgendwas ist und ich mich darum kümmern sollte…

Der Gang zum Hausarzt

Mein Hausarzt runzelt die Stirn, als ich vor ihm sitze und von meinen Kniebeschwerden und der Frage nach der Arthrose berichte. Schließlich liegt Arthrose bei uns „in der Familie“. Allerdings sei ich doch mit meinen gerade 47 Jahren noch viel zu jung für eine solche Diagnose… Trotzdem tastet er mein Knie gründlich ab, bewegt das Bein hin und her und äußert dann eher die Vermutung von einer Zyste im Knie, statt einer Arthrose. Trotzdem stellt er mir netterweise eine Überweisung zu einem Orthopäden aus.

Der Facharzt

In unserem Nachbarort haben wir zum Glück einen Orthopäden, der sich als Sportmediziner einen guten Ruf erworben hat. Also mache ich dort einen Termin (mit natürlich langen Wartezeiten…). Schon im Wartezimmer fallen mir die vielen Prospekte von Nahrungsergänzungsmitteln und den vielen Zusatzangeboten (alle kostenpflichtig) der Praxis auf. Der Mann versteht etwas vom Geschäft…

Nach Schilderung meiner Beschwerden wird nicht lange untersucht, sondern gleich geröntgt. Und dann ist die Diagnose schneller klar und deutlich, als mir lieb ist: das Bild zeigt es unübersehbar: an der Innenseite meines Knies ist kaum noch ein Gelenkspalt erkennbar. Arthrose Stufe 4, aussen immerhin noch Stufe drei… Und was empfiehlt der Herr Doktor?

Therapievorschläge

Im Grunde genommen… Nichts… Als Ursache für meine Arthrose (die ihn in diesem Ausmaß in meinem Alter doch überrascht) stellt er meine ausgeprägten O-Beine fest (muss ich leider zugeben 😉 obwohl ich noch nie geritten bin 😉  ).  Gegen diese „Fehlstellung“ könnte man was tun. Zum einen natürlich Einlagen tragen… Eine Bandage für mein Knie bekam ich auch noch verschrieben und Entzündungshemmende Medikamente gegen die Schmerzen. Und dann hatte er nur noch einen Vorschlag:

Aufgrund meines jungen Alters (sprich: bei mir lohnt sich noch was, bevor man das Gelenk austauscht…) könnte man das Bein operieren, also unterhalb des Knies den Knochen aufsägen und einen Keil einsetzen, um das Bein damit gerade zu stellen und den Knorpel so neu auszurichten (also, das sich der Rest Knorpel dann besser verteilt). Eine OP mit großem Aufwand, bis zu 8 Wochen aus dem Verkehr gezogen und…: OHNE Aussicht auf Erfolg… den könne mir niemand dabei versprechen. Das sei nun meine Entscheidung. Bei der Arthrose käme es immer sehr auf die individuelle Abwägung von Schmerzen und Leiden an… Da könne er mir keinen Tipp geben. Ich bekam zwar noch eine Überweisung zur Beratung in der Klinik, die eine solche OP durch führen könnte, aber das war es dann… Es lebe der mündige Patient…

Eigene Recherchen

Ich begann also, mich selbst schlau zu machen. Ich las einige Bücher und Artikel, die mir verschiedene Ursachenerklärungen und Behandlungsvorschläge für die Arthrose lieferten. Ich passte meine Lebensweise und vor allem Ernährung daraufhin an und bin inzwischen fast Beschwerde frei. Und nicht nur das: meine neue Lebensweise hat mich auch von meinem Heuschnupfen, häufigen Spannungskopfschmerzen und einer allgemeinen Müdigkeit befreit. Grund genug, diesen Weg mit anderen Betroffenen zu teilen. Dazu ist dieser Blog gedacht.

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