Psychosomatische Deutungen von Arthrose

Psychosomatische Deutungen von Arthrose
Quelle: www.pixabay.com

Zu einer ganzheitlichen Sicht von Arthrose gehören für mich auch die psychosomatischen Deutungen der Arthrose. Bei Psychosomatik denken viele erstmal an Stress bedingte Erkrankungen. Psychosomatik ist aber viel mehr. Du erhälst bei den psychosomatischen Deutungen Deiner körperlichen Erkrankungen wesentliche Informationen über die aktuellen Themen Deiner Seele. Wenn Du die Symptome „lesen“ kannst…

 

Ich persönlich glaube fest daran: Dein Körper macht Dich auf seelische Themen aufmerksam, die Du sonst nicht wahrnehmen würdest oder wahrnehmen lannst.

„Geh Du voran, sagt die Seele zum Körper, auf Dich hört er eher.“

Das ist eine Möglichkeit, wieso der Körper seelische Themen verdeutlicht. Man kann es aber auch „anders herum“ sehen:

Wir alle kommen 100% „perfekt“ auf die Welt, mit allem, was wir für ein glückliches und selbstbestimmtes Leben brauchen. Mit der Zeit, als Kind, lernen wir aber, dass bestimmte Vehaltensweisen und Gefühlsäußerungen von uns nicht gewollt sind. Sie bringen nicht das Ergebnis, das wir im Umgang mit anderen gerne hätten und bringen uns als Kind sogar in Gefahr. In die Gefahr, abgelehnt, ungeliebt und verlassen zu werden. Da dies als Kind unser Überleben gefährdet, passen wir uns an.

Mit der Zeit schieben wir dieses „ungeliebte“ Verhalten in den „Schatten“, was bedeutet, dass wir es an und in uns selbst garnicht mehr erkennen, sondern nur noch in anderen Menschen. Wir beginnen zu kämpfen. Und bekämpfen im Aussen, was eigentlich im Inneren „erlöst“ werden müsste. Mit der Zeit drückt sich dieses „gegen die eigene Natur leben“ auch auf körperlicher Ebene aus. Der Körper macht uns darauf aufmerksam: „Hier stimmt etwas nicht! Du solltest Dich einem Lebensthema widmen um glücklicher zu werden!“ Natürlich steht es uns frei, uns danach zu richten oder nicht. Im günstigsten Fall behalten wir „nur“ die Symptome. Im schlechtesten Fall werden die Symptome schlimmer, oder wenn die Krankheit behandelt und die Symptome „nur“ auf körperlicher Ebene behoben werden, erscheinen die seelischen Themen auf einer anderen, wichtigeren Körperebene erneut und deutlicher…

Drei Systeme der Psychosomatischen Deutung

Im Wesentlichen gibt es drei Autoren, die jeweils für sich ein System der Psychosomatischen Deutung von Krankheiten aufgebaut haben. Es sind Louise Hay, Christiane Beerlandt und Rüdiger Dahlke.

Die drei Autoren haben unterschiedliche Deutungen und Herangehensweisen, auch wenn es viele Gemeinsamkeiten gibt. Besonders aber die Behandlungsvorschläge bzw. Therapien sind sehr unterschiedlich.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die für die Arthrose wichtigen Begriffe in allen drei Systemen heraus zu suchen, um Dir so Anhaltspunkte für eine psychosomatische Deutung Deiner Arthrose geben zu können. Dabei sind Sätze in „…“ wörtlich zitiert. Längere Absätze habe ich sinngemäß zusammengefasst.

Louise Hay

Louise Hay
Quelle: www.naturalawakeningsdc.com

Meine Informationen über die Deutungen von Louise Hay habe ich aus ihrem Buch: „Heile Deinen Körper“, 40. Auflage 1998.

Louise Hay schreibt über folgende, für die Arthrose wichtigen Begriffe:

Gelenke:

stehen für „Richtungsänderungen im Leben und für die Leichtigkeit, mit der wir sie angehen“

Arthritis:

„man fühlt sich ungeliebt, übt Kritiksucht an sich und anderen“

Rheuma:

„man fühlt sich ungeliebt, hegt Groll“

Knie:

steht für: „Stolz, Ich und Ego“

Hüfte:

„trägt den Körper in vollkommenen Gleichgewicht; ist wichtig für das Vorankommen“

Heilung:

Louise Hay gibt in ihrem Buch für jede Krankheit / für jedes Körperzeil sogenannte „positive Affirmationen“ an. Das sind positive Sätze, wie z.B. „Ich nehme Veränderungen in meinem Leben mit Leichtigkeit an.“, die auf das jeweilige Thema bezogen sind und bei dauerhafter Wiederholung in das Unterbewußtsein eindringen und dort das seelische Thema der Krankheit bearbeiten.

 

Christiane Beerlandt

Christiane Beerlandt
Quelle: christianebeerlandt.com

Christiane Beerlandt hat ein wichtiges Handbuch der psychosomatischen Deutungen verfasst: „Der Schlüssel zur Selbstbefreiung“ ist ein dickes Nachschlagewerk, das von vielen Heilpraktikern genutzt wird. Meine Zusammenfassung stammt aus der 5. Auflage von 2013.

Gelenke:
  • Du beugst Dich einer äußeren Macht, statt auf Deinen inneren Meister zu hören.
  • Gefühle: Schuld, Märtyrertum, Lastenträger, Opfer, Minderwertigkeit, Fähnchen im Wind
  • Dickköpfig, Widerspenstig, kämpfend

„So symbolisieren die Gelenke die Leichtigkeit oder die Schwierigkeit, mit er ein Mensch auf sein inneres Selbst zu vertrauen wagt und sich traut, sich dem Strom des Lebens hinzugeben.“

Knorpel:

Der Knorpel macht deutlich, wie sehr wir unserem inneren Wesen vertrauen, bzw. diesen treu sind.

Er ist das Symbol für:

  • das reibungslose Wachsen in das innere Gleichgewicht
  • den Ausgleich / die Verteilung zwischen Aktiv-Sein und Geniessen können
  • für den sanft umsorgenden Teil in uns, der sich einläßt und an den Strom des Lebens anpasst
  • die Öffnung für das innere Selbst, den weichen Teil von ihm
  • die Leichtigkeit, mit der wir unsere Situation erleben
  • die reinen Instinkte, Vertrauen und Automatismen
  • die schöpferischen Kräfte in uns
  • den Kontakt zwischen Körper und Bewußtsein, genauso wie für den liebevollen Kontakt zwischen zwei Menschen
Arthrose:

Du fühlst sich verletzt und alleine mit seinem Kummer. Du hälst an negativen Gedanken und Glaubensmustern fest. Du verfügst über keine Selbstwertschätzung. Du gehst ständig über Deine eigenen Grenzen und Bedürfnisse, um an Deiner Verletzung festhalten zu können. Du beginnst gedanklich zu „verhärten“.

Arthritis:

Du fühlst Dich als ewiges Opfer. Mit dem Märtyrertum willst Du Aufmerksamkeit und Liebe von anderen erzwingen. Deine innere Ohnmacht läßt Deine Wut sich gegen andere richten. Dadurch, dass Du sie nicht äußerst und daran fest hälst, richtet sie sich gegen Dich selbst. Du hast Angst vor Deinen eigenen, weichen Anteilen.

Knie:

Das Knie steht für:

  • innere Durchsetzungskraft
  • stolzes Ich / Ego
  • das Ich steht im Mittelpunkt
  • biegsames Mitgehen mit dem Leben
  • Stolz ohne Trotz
  • stark machen für sich selbst, ohne Kampf
  • Widerstand gegen Neues
Hüfte:

Die Hüfte steht für die Tragfestigkeit Deines Wesens, am besten im Gleichgewicht.  Und sie steht für die Struktur, die Leitlinien Deines Lebens, die selbst gewählt Deinem Leben eine feste Richtung geben.

„Mit Kraft und Beweglichkeit Vorwärts gehen.“

Lebst Du aus Dir heraus oder für das Auge der Leute?

Arthritische Finger
  • Du versuchst, Macht über bestimmte Situationen udn Menschen zu bekommen und sie in eine bestimmte Richtung zu „drücken“.  So und nicht anders soll es sein. Du hälst an der Situation und Deinem Denken fest.
  • Du forderst Anerkennung durch die anderen ein.
  • Du bist mit Vorwürfen und Kritik der anderen konfrontiert.
Rheuma:
  • Du trägst zu viele Lasten.
  • Besonders im emotionalen Bereich trägst Du die emotionales Lasten eines Märtyrers.
  • Du träumst von „großen Dingen“, fühlst Dich aber innerlich klein.
  • Die Menschen entsprechen nicht Deinen Wünschen und Vorstellungen, obwohl Du Ihnen doch deutlich sagst, was Du von Ihnen willst. Diese Aggression richtest Du dann gegen Dich selbst.
  • Du selbst gibst Dir nicht die Wertschätzung und die Liebe, die Du brauchst.
  • Du überforderst Dich damit, dass Du Liebe erzwingen möchtest durch das Leisten großer Taten.
Heilung

Gib Deine Opferhaltung auf und übernimm Verantwortung für Dich und Deine Situation. Liebe, Beachtung, Anerkennung und positive Reaktionen anderer Menschen kann man nicht „erzwingen“. Auch durch Märtyrertum nicht.

 

Rüdiger Dahlke

ruediger Dahlke
Quelle: www.dahlke.com

Rüdiger Dahlke hat mit seinem Standard-Werk „Krankheit als Symbol“ ein ganzes System psychosomatischer Deutungen geschaffen. Nach seiner Überzeugung drängen wir „ungeliebte“ Eigenschaften von uns in den „Schatten“ und nehmen sie nicht mehr wahr. Mit der Zeit machen diese Eigenschaften sich dann auf körperlicher Ebene in Form von Erkrankungen bemerkbar und wollen bearbeitet werden.

Die Angaben stammen aus der 21. Auflage 2014 des Bestsellers.

Knorpel:

Thema: Verbindung garantieren, Brückenfunktion

„Den Strukturen (des Knochens) den Weg bahnen.“

Arthrose:

steht für:

  • starre Haltung im Denken
  • kein gelöstes Miteinander möglich, nur unter Zwang und Druck
  • Bedürfnis nach großer Nähe, das aber nicht zugelassen wird
Arthritis:

Da bei der Arthritis noch eine Entzündung zur Arthrose hinzu kommt, gelten hier die gleichen „Deutungen“ wie bei der Arthrose, aber noch verstärkt durch den Aspekt der Aggression, da eine Entzündung Ausdruck für einen Bezug zum Thema Aggression ist.

Knie:

Das Knie steht nach Dahlke für die Verbindung zwischen dem Weg der Ahnen (Oberschenkel) und dem eigenen Weg (Unterschenkel). Ausserdem steht das Knie für die Themen Demut und Angst.

Demnach steht eine Arthrose im Knie für ein starres Denken bei den Themen Demut und Angst, insbesondere was das Leben der vorherigen Generationen angeht.

Demnach geht es bei der Kniearthrose auch um das „Schatten-Thema“ Stolz.

Hüfte:

Die Hüfte steht nach Dahlke für das Ausschreiten, den Fortschritt, das Vorankommen und den Schwung.

Es geht um die Themen Suche nach dem Sinn, sich auch wörtlich „auf Reisen machen“ und Maßlosigkeit.

Die Arthrose in der Hüfte steht für schmerzhaften Fortschritt, dafür, das das Fortkommen infrage steht und weite Sprünge nicht möglich sind.

Das Schattenthema Stolz spielt hier auch eine Rolle, die hauptsächlichen Themen sind aber Maßlosigkeit, Eile und Erstarrung.

Finger/Hände:

Bei der Arthrose in den Fingern geht es darum, zwanghaft an irgendetwas fest halten zu wollen. Das Loslassen fällt schwer bzw. wird nicht ermöglicht.

Schattenthemen sind auch hier: Stolz und Unnachgiebigkeit.

Rheuma:

Beim Rheuma kommen die oben angegebenen Schattenthemen noch verstärkter zum Vorschein und haben als Hintergrund unverarbietete Konflikte, die zu diesen Themen gehören.

Du bist nicht Herr über Deine eigenen Aggressionen, „alte Themen“ behindern Deinen Fortschritt, Du kritisierst Dich und andere und hälst verbissen und erstarrt an Deinen Themen fest.

Heilung:

Nach Dahlke besteht Heilung darin, sich den Schattenthemen zuzuwenden und sie zu bearbeiten. Das ist meist nur mit intensiver, therapeutischer Unterstützung möglich.

 

Fazit:

Wie geht es Dir jetzt? Konntest Du Dich in den Themen der für Dich zutreffenden Erkrankung wieder finden? Diese Erkenntnisse können manchmal sehr schmerzlich sein…

Ich persönlich kann mich bei den für mich und meine Kniearthrose wichtigen Themen bei allen drei Autoren wieder finden… Demut ist etwas, was mir nicht leicht fällt und Stolz ist ganz sicher in „Schattenthema“ von mir. Der Umgang mit meiner Wut fällt mir auch nicht leicht… Du siehst, ich kann einiges mit diesen Themen anfangen.

Welches Thema betrifft Dich? Schreib mir doch Deine Erkenntnisse in die Kommentare 🙂

 

One thought on “Psychosomatische Deutungen von Arthrose

  1. Lieber Hans Jürgen, erstmal möchte ich die danken für deine Mühe all dies rauszusuchen. Ja ich erkenne mich mit meiner Knieathrose auch in allen dreien wieder. Demut und Stolz und auch unbeugsam sind Begriffe die ich auch kenne. Beim lesen, kam mir gerade die Idee diese Themen doch mit Bachblüten zu unterstützen. Dann können sie angeschaut werden und dürfen dann in Liebe gehen. Ich weiß zwar noch nicht, welche Blüten dafür geeignet sind, aber ich werde mir welche raussuchen. Nochmals vielen Dank und bis zum nächsten mal. Alles Liebe Christiane

    1. Liebe Christiane,
      vielen Dank für Deinen Kommentar und Deinen Dank!
      Ich finde es eine hervorragende Idee, es mit Bachblüten zu versuchen! Wenn Du die richtigen heraus gefunden hast, dann lass es mich doch bitte wissen, das interessiert andere bestimmt auch! Liebe Grüße, Hans-Jürgen

  2. Servus Hans Jürgen,
    auch ich finde mich in allen dreien wieder.
    Wie Du weißt, habe ich Rheuma, Arthritis und co………
    Ich habe alte Aggressionen in mir und Angst was falsch zu machen. Das sind meine größten Probleme.
    Ich habe mich jahrelang in intensiver psychologischer Behandlung befunden. Ganz am Anfang meines Weges ging es mir noch sehr viel schlimmer wie heute. Durch ganz tolle Hilfe von meinem Psychologen habe ich gelernt mich selbst wahr zu nehmen und mich zu nehmen wie ich bin und nicht das zu tun was andere von mir erwarten…..
    Bis dorthin war es ein sehr langer Weg. Ich bin sehr dankbar dafür. Was meine Erkrankungen angeht, habe ich aber noch einen langen Weg vor mir. Dessen bin ich mir sehr bewusst. Ich habe aber endlich wieder angefangen zu leben…….. Das allein ist schon viel Wert.
    Ich danke dir und allen anderen für die lieben Worte auch in der Gruppe. Die tun mir einfach gut und bauen mich auf.
    Ganz liebe Grüße
    Bianca

    1. Hallo Bianca,
      vielen Dank für Deine offenen und bewegenden Worte. Ich glaube Dir gerne, dass es ein langer Weg war/ist. Umso bewundernswerter ist, dass Du ihn begonnen hast und auch weiter gehst! Ich wünsche Dir viel Kraft, Mut und Ausdauer für Deinen Weg und unterstütze Dich gerne nach Kräften, wo und wie ich kann.
      Liebe Grüße
      Hans-Jürgen

  3. Lieber Hans-Jürgen,
    auch ich erkenne mich in allen 3en wieder, Arthrose in den Händen ( Daumensattelgelenk ). Unnachgiebigkeit, Stolz und Loslassen sind schon länger mein Thema. Mit meinem persönlichen „Schattentagebuch“ bin ich schon ein Stück dieses Weges gegangen und ich werde weiterhin diesen Weg gehen, denn dadurch hat sich mein Leben ins positive gewendet.

    Viele Grüße Sabine

    1. Liebe Sabine,
      vielen Dank für Deinen Kommentar! Persönliches Schattentagebuch ist sicherlich ein sehr guter Weg, sich mit seinem Schatten auseinander zu setzen. Toll, dass Du diesen Weg gehst!
      Liebe Grüße
      Hans-Jürgen

  4. Es ist sehr interessant was du schreibst . Aber ich brauche noch Zeit mich da rein zu denken. Aber ich weiß inzwischen das die Psyche eine große Rolle spielt und auch ich erkenne einige Charakterzüge die ganz bestimmt auf mich passen. Aber ich habe noch ein Stück Weg um das alles zu erkennen. Zur Zeit bin ich zur Kur. Der Wille ist da mein Leben wieder richtig in die Hand zu nehmen und mich nicht in meine Krankheiten zu flüchten. Ich habe Arthrose in beiden Schultern, beiden Knie’n, HWS Und LWS . Aber ich will wieder LEBEN und ich muss lernen mich von anderen nicht immer runter machen zu lassen. Ich brauche Selbstbewusstsein und ich muss lernen NEIN zu sagen. Kann man das alles noch mit 57 lernen ? Auf jeden Fall danke ich dir für deine Mühe das hier alles aufgeschrieben zu haben und du hast mich sehr zum Nachdenken gebracht. . . Wir lesen sicher noch von uns. .

    1. Liebe Ute,
      vielen Dank für Deinen Kommentar! Ich bin mir sicher, dass man auch mit 57 noch etwas dazu lernen kann 🙂 Hier geht es um „Lebensaufgaben“, die bestehen Lebenslang und an ihnen kann auch immer gearbeitet werden! Viel erfolg dabei für Dich und ich freue mich, wieder von Dir zu lesen 🙂
      Liebe Grüße
      Hans-Jürgen

  5. Hallo Hans-Jürgen,
    vielen Dank für Deine Mühe, die doch recht umfangreichen Bücher für uns kurz und knackig zusammenzufassen! Von Hay und Beerlandt hatte ich bislang noch nichts gehört, geschweige denn gelesen – ich denke, das wird eine Bereicherung für mich!
    Bei mir ist es zwar keine Arthrose, sondern eine Autoimmunerkrankung, die mich langsam zwingt, meine Denk- und Ernährungsweise umzustellen, aber ich denke, die Art der Erkrankung ist nebensächlich. Es scheint in der Tat so zu sein, dass jahrelang unterdrückte/nicht bearbeitete Themen sich schädigend auf den Körper niederschlagen. Der Geist schafft die Materie. Das uralte Schöpfungsprinzip.
    Ich stehe noch ganz am Anfang einer Umstellung (Gedanken und Ernährung) und finde es wahnsinnig schwierig, die Balance zu finden. Denn die beste Ernährung nützt nichts, wenn die alten Denkmuster beibehalten werden und die effektivste Denkweise bringt keine Heilung, wenn die Nahrung ungesund ist.
    Überzeugt hat mich übrigens „Super Food“ von Dahlke. Leider koche ich leidenschaftlich ungerne (sprich: ich hasse es), so habe ich also noch ein Problem mehr….
    …wobei ich gestehen muss, dass mich Dein veganer Kartoffelsalat WIRKLICH neugierig gemacht hat…..ich melde mich, sobald ich mich aufraffen konnte und gebe Rückmeldung!
    Bis dahin alles Gute,
    Andrea

    1. Hallo Andrea,
      vielen Dank für Deinen Kommentar und Dein tolles Feedback! „Geist schafft Materie“ ist sicherlich eine wichtige Idee. Persönlich denke ich, dass es darum geht, in der zweiten Lebenshälfte wichtige seelische Themen zu bearbeiten (Lebensaufgabe), die uns auch auf körperlicher Ebene dazu drängen und zwingen, mehr nach „Innen“ zu gehen und uns unseren Schattenthemen zu stellen. So habe ich es bei Dahlke verstanden und kann es gut nachvollziehen. Und ich denke, dass es ein Lebenslanger Prozess ist, mit dem man nie „fertig“ wird 🙂 Mach Dir also keinen Druck 🙂
      Ich freue mich von Dir zu lesen, wenn Du den Kartoffelsalat ausprobiert hast 🙂
      Liebe Grüße
      Hans-Jürgen

  6. Mit Interesse habe ich die Ausführung über Arthrose gelesen.
    Ich hatte im Sommer Brustkrebs und habe seit der Bestrahlung schlimme Muskel und Gelenkbeschwerden.
    Vieles ist bei mir im Umbruch, so kann ich durch die Erkrankung mit 61 in Rente gehen und freue mich auch darauf . Und doch ist es eine riesige Umstellung für mich und wenn ich mir die psychische Komponente der Arthrose vor Augen führe ist mir schon klar geworden das die Schmerzen auch eine große Angst vor der Veränderung ist.
    Herzliche grüße sendet Petra Kappe

    1. Hallo Petra,
      vielen Dank für Deinen Kommentar und alles Gute für Deine Gesundheit! Ich gebe Dir vollkommen Recht, Schmerzen haben auch etwas mit der Angst vor Veränderung zu tun.
      Liebe Grüße
      Hans-Jürgen

  7. Auf der Suche nach Ursache und lösung meines Knieproblems, nämlich kaum noch Knorpel lt. MRT von gestern bin ich auf deine HP getroffen.
    Kurz zu mir, ich habe die letzten 21 Jahre meines Lebens damit verbracht meinen älteren Sohn zu pflegen. Mein Sohn hatte Duchenne, einen fortschreitenden Muskelschwund. Ja, und jetzt ist mein Sohn Anfang September verstorben. Und etwa drei Wochen später fingen diese Knieschmerzen an. Und zwar nur sporadisch, aber so heftig, das ist kaum auszuhalten und dann nach etwa10 sekunden wieder verschwunden. Da stellt sich mich die Frage nach zusammenhängen. Jetzt bin ich frei, kann mein eigenes Leben neu gestalten. Alles auf Anfang. Sollte möglichst bald auch mindestens in Teilzeit arbeiten, denn mein Lohn, das Pflegegeld ist weg, meine Rentenzahlung gekappt. Manchmal habe ich mir schon mein altes so vertrautes Leben zurückgewünscht. Mal ganz abgesehen von den Einschränkungen dic ich hatte, aber es hatte eine gute Struktur und eine wichtige Aufgabe. So, jetz habe ich dir das alles mitgeteilt, ist gerade so gekommen. Vielleicht hast du ein paar Gedankenanregungen für mich.

    1. Liebe Judith,
      bitte entschuldige, dass ich erst jetzt auf Deinen Kommentar antworte. Ich hatte es schon länger vor, war aber beruflich so eingebunden, dass ich es immer wieder verschieben musste. Zumal eine Antwort auf das, was Du schreibst, nicht „mal eben“ geschrieben ist. Zunächst möchte ich mich für Dein Vertrauen und Deine Offenheit bedanken.Jemand fremdes einen so intensiven Einblick in sein Leben zu geben, ist alles andere als selbstverständlich. Ich habe großen Respekt vor dem, was Du geleistet hast und noch leistest. Und auch jetzt gehst Du eher „hart“ mit Dir um. Viele andere würden in Deiner Situation sagen, „was solls, dann ist eben bald ein neues Knie dran“ und fertig. Du machst Dich aber auf die Suche nach ganzheitlichen Behandlungen und Ursachen. Was aber immer auch bedeutet, dass man sich intensiv mit seinem Leben und seinen Gewohnheiten auseinander setzen muss.
      Ich finde es eine große Herausforderung, auf all das, was Du schreibst, angemessen zu reagieren. Wer bin ich, dass ich aufgrund der wenigen Informationen die ich habe, über Dein Leben und mögliche Ursachen der Arthrose „richten“ kann?! Aber da Du nach Gedankenanregungen gefragt hast, erlaube ich mir, mit allem Respekt und sehr großer Vorsicht, zumindest zwei Gedanken zu äußern, in der Hoffnung, das sie Anregungen für Dich sein können.
      Der erste Gedanke bezieht sich auf den möglichen Sinn Deiner Beschwerden und warum sie gerade jetzt auftauchen. Die Schmerzen im Knie hindern Dich daran „weiter zu gehen“. Sie hindern Dich daran, „einfach so weiter zu machen“, sie laden Dich dazu ein, inne zu halten. In einer solchen Situation, in der Du Dich befindest, kann es großen Sinn machen, stehen zu bleiben und zu reflektieren. Wie bin ich bis hierher gekommen? Was war gut, was nicht so gut? Was sollte ich anders machen usw. Kann sein, dass Deine Knieschmerzen Dich daran hindern wollen, in dieser Situation alte, jetzt überflüssige Muster weiter zu bedienen. Sie könnten eine Einladung sein, Dein bisheriges Leben zu überdenken, Bilanz zu ziehen und sich auf Dich selbst zu besinnen.
      Der zweite Gedanke erschliesst sich sicherlich nicht gleich und er ist sicherlich heikel. Das Knie ist die Stelle im Körper, die viel mit Demut zu tun hat. Bei Kniebeschwerden und Arthrose versteift sich das Knie immer mehr, man mag nicht „auf die Knie“ gehen, lehnt sich auf, mag nicht die Aufgaben und das Schicksal demütig annehmen. Ich kenne Dich zuwenig um beurteilen zu können, ob das ein „richtiger“ Gedankenweg für Dich ist, aber die Deutung von Kniebeschwerden hat sehr oft mit Demut zu tun.
      Soweit meine Anregungen für Dich, in der Hoffnung, dass sie ein Anstoss für Dichs ein können.
      Liebe Grüße
      Hans-Jürgen

    1. Danke für die Rückmeldung und Entschuldigung, dass ich erst jetzt reagiere… Das ist mir durch gerutscht… Ich hoffe, die Deutungen haben Dir weiter geholfen 🙂
      Liebe Grüße
      Hans-Jürgen

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